Das gute an den 7 Stunden Zeitunterschied ist, dass mir das Aufstehen um 4 Uhr nicht ganz so schwer fiel.

Schon auf dem Weg zur Metro hat man gemerkt: Es ist Race Day. Läuferinnen und Läufer soweit das Auge reichte. Für den Start um 7.30 Uhr sollte ich wegen der Sicherheitsvorkehrungen bereits zwei Stunden vorher auf dem Gelände sein. Und diese Vorkehrungen waren nicht ohne.

Da dieser Marathon für mich ein sehr besonderes Ereignis war, habe ich mir ein Hospitality Paket gegönnt. So gab es abseits des Trubels in einem eigenen Festzelt entspannt Frühstück, eigene Kleiderbeutelannahme und Toiletten. Zudem hielten sich dort auch Stars der Szene auf, wie z.B. Paula Radcliffe.

Kurz vor dem Start folgte eine Schweigeminute für die Opfer von Las Vegas und die Nationalhymne. Anschließend war es dann soweit: Startschuss. Es ging los durch die verschiedenen Viertel der Stadt, jedes Viertel anders als das zuvor. Zuerst Downtown mit den Hochhäusern. An den Straßen standen unzählige Zuschauer, DJ’s und Bands. Im irischen Viertel waren es Dudelsäcke, in dem Viertel der Afroamerikaner Rapper, bei den Mexikanern und Chinesen eben die für das Land entsprechende Musik.

Den meisten Spaß hatte ich für einen Marathon ungewöhnlicherweise bei Kilometer 30, in Pilsen (so heißt das Viertel der Mexikaner). Was dort von der Community dargeboten wurde stellt alles in den Schatten, was ich in allen Läufen zuvor stimmungsmässig erlebt habe. In einem Pub gab es ‘Free Beer for Bib’ – gemeint war die Aktion für Teilnehmer NACH dem Rennen, allerdings wurde ich während des Laufs von den dortigen Gästen mit tosendem Applaus gefeiert als ich nach meinem Free Beer gefragt hatte. Werder Bremen ist dort übrigens schon bekannt, ich wurde auf die Raute direkt angesprochen.

Die letzten Meilen allerdings waren länger als gedacht, denn die Hitze wurde gegen Mittag fast unerträglich. Wasser und isotonische Getränke gab es jede Meile, auch die Feuerwehr hatte zur Abkühlung riesige Ventilatoren aufgestellt die Wasser versprühten.

Der Zieleinlauf, auch unvergleichbar. Durch den Grant Park mit Blick auf die Skyline das rote Tor zu durchlaufen war einfach nur GEIL!

Eins steht deshalb fest: Dieser für mich 25. (Ultra-) Marathon wird unvergessen und ewig in meiner Erinnerung bleiben!!!

Videos

Bank of America Chicago Marathon 2017
« 1 von 4 »
Bank of America Chicago Marathon 2017

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.