Vom Schwergewicht zum Laufexperten

Begonnen hatte alles Ende 2012, als der damals schwergewichtige Thomas Hendrik Adick zum ersten Mal Onkel wurde. „In diesem Moment hat es bei mir ‚klick‘ gemacht. Ich dachte oft daran, dass es furchtbar wäre, wenn meine Nichte Catarina Sofia erwachsen wird und ich ihr später einmal Fotos mit diesem dicken Mann darauf zeigen müsste“, erinnert er sich. Also begann Thomas Hendrik Adick, mit Hilfe von Fitness und Ernährungs-Apps auf dem Smartphone an seiner Verwandlung zu arbeiten. Innerhalb von drei Monaten nahm er etwa 30 Kilogramm ab und näherte sich langsam der 100-Kilogramm-Marke.

Als er diese schließlich geknackt und unterschritten hatte, begann er mit dem Laufen. „Aus heutiger Sicht muss ich sagen, dass ich das völlig planlos und übermotiviert angegangen bin“, verrät Adick. In Folge dessen zog er sich nach kurzer Zeit eine Knieverletzung zu. Die warf ihn allerdings nicht lange zurück. Denn damals kam sein Herzensverein, der SV Werder Bremen, ins Spiel. Adick, der bei Bundesliga-Heimspielen im Weser-Stadion regelmäßig seinen Stehplatz in der Ostkurve einnimmt und in der Vergangenheit bereits zahlreiche Europapokal-Auswärtsspiele „im klapprigen Corsa“ angefahren hat, erzählt: „Es war schon immer mein Traum, vom passiven Werder-Fan zum aktiven Werder-Sportler zu werden.“