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Vom Schwergewicht zum Laufexperten

Begonnen hatte alles Ende 2012, als ich damals schwergewichtiger Thomas zum ersten Mal Onkel wurde. „In diesem Moment hat es bei mir ‚klick‘ gemacht. Ich dachte oft daran, dass es furchtbar wäre, wenn meine Nichte Catarina Sofia erwachsen wird und ich ihr später einmal Fotos mit diesem dicken Mann darauf zeigen müsste“, erinnere ich mich. Also begann ich, mit Hilfe von Fitness und Ernährungs-Apps auf dem Smartphone an meiner Verwandlung zu arbeiten. Innerhalb von drei Monaten nahm ich etwa 30 Kilogramm ab und näherte mich langsam der 100-Kilogramm-Marke.

Als ich diese schließlich geknackt und unterschritten hatte, begann ich mit dem Laufen. „Aus heutiger Sicht muss ich sagen, dass ich das völlig planlos und übermotiviert angegangen bin“, kann ich Euch verraten. In Folge dessen zog ich mir nach kurzer Zeit eine Knieverletzung zu. Die warf mich allerdings nicht lange zurück. Denn damals kam mein Herzensverein, der SV Werder Bremen, ins Spiel. Bei Bundesliga-Heimspielen habe ich im Weser-Stadion regelmäßig meinen Stehplatz in der Ostkurve und in der Vergangenheit habe ich bereits zahlreiche Europapokal-Auswärtsspiele „im klapprigen Corsa“ angefahren. „Es war schon immer mein Traum, vom passiven Werder-Fan zum aktiven Werder-Sportler zu werden.“

Mit Hilfe des damals gerade neu ins Leben gerufenen Laufteams und Trainerin Birte Bernhardt steigerte ich das Laufen in kleinen Schritten. Nach den ersten Wettkämpfen über zehn und 20 Kilometer hatte ich endgültig die Motivation, schon bald meinen ersten Marathon zu laufen. Im Jahr 2014 war es schließlich soweit: Ich ging beim Bremer swb-Marathon an den Start und erreichte in einer Zeit unter vier Stunden überglücklich das Ziel auf dem Bremer Marktplatz.